Autor Thema: Akkumulatorentest ( Batterietest )  (Gelesen 4551 mal)

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« am: 09. März 2006, 20:54 »
Hallo,

In der "Mo-Februar 2006" wurde ein interessanter Test mit 12-Volt Standard-Akkus, wartungsfreien Akkus und Bleigel/Reinblei-Akkus durchgeführt ( zwischen 10 - 14 Ah ).
Unter gleichen Bedingungen sollten diese Akkus den Anlasser eines VW Passat Turbo-Diesel durchdrehen bis zum bitteren Ende ( Kraftstoffzufuhr unterbrochen ). Hierbei wurde der maximale Startstrom, die Klemmenspannung unter Last und die Anzahl der Anlasserumdrehungen ermittelt.

Standard-Akkus

Hi-Q YB14L-B2 - 24,95 Euro
12 V 14 Ah
Maximaler Startstrom: 220 A
Klemmenspannung unter Last: 4,9 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 28 ( 29,4 Prozent )


Yuasa 12N14-3A - 42,95 Euro
12 V 14 Ah
Maximaler Startstrom: 230 A
Klemmenspannung unter Last: 4,7 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 34 ( 35,8 Prozent )


AWS 51411 Premium - ca. 35 Euro
12 V 14 Ah
Maximaler Startstrom: 270 A
Klemmenspannung unter Last: 4,7 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 37 ( 38,9 Prozent )

 
VARTA 51411 - ca. 45 Euro
12 V 14 Ah
Maximaler Startstrom: 250 A
Klemmenspannung unter Last: 4,8 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 44 ( 46,3 Prozent )
hier: positives Fazit


Wartungsfreie Akkus

AWS 51214 Ecostart - ca. 40 Euro
12 V 12 Ah
Maximaler Startstrom: 250 A
Klemmenspannung unter Last: 7,6 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 40 ( 42,1 Prozent )
hier: positives Fazit

FB FTX 14-BS - 79,95 Euro
12 V 12 Ah
Maximaler Startstrom: 280 A
Klemmenspannung unter Last: 7,5 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 60 ( 63,2 Prozent )
hier: sehr positives Fazit

Yuasa YTX 16-BS-1 - 94,95 Euro
12 V 14 Ah
Maximaler Startstrom: 280 A
Klemmenspannung unter Last: 7,6 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 50 ( 57,9 Prozent )
hier: sehr positives Fazit - mit 5,7 Kilogramm aber sehr schwer


VARTA 51214 - ca. 100 Euro
12 V 14 Ah
Maximaler Startstrom: 240 A
Klemmenspannung unter Last: 6,7 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 85 ( 89,4 Prozent )
hier: MO-Tipp



Reingel/Trockenblei-Akkus

GS GT 12 B-4 - 86,95 Euro
12 V 10 Ah
Maximaler Startstrom: 200 A
Klemmenspannung unter Last: 7,6 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 80 ( 89,4 Prozent )
hier: MO-Tipp


Odyssey PC 535 - ca. 160 Euro
12 V 13 Ah
Maximaler Startstrom: 300 A
Klemmenspannung unter Last: 7,5 V
Anzahl der Anlasserumdrehungen: 95 ( 100 Prozent )
hier: MO-Tipp


Auch hier gilt - in den Preisen ist noch Luft ( erst recht bei Sammelbestellungen ).

So habe ich vor knapp 2 Jahren meine Hawker SBS 8 deutlich günstiger erhalten als dies bei Hein Gericke oder anderen Anbietern möglich war.  


Gruß

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #1 am: 09. März 2006, 21:18 »
Hallo,

in diesem Test wird bei der Entscheidung zwischen Standard-Akkus und wartungsfreien Akkus  zu den wartungsfreien Akkus geraten:

1) Hier wird eine Schwefelsäure mit höherer Dichte ( 1,32 ) eingefüllt - somit leistungsfähiger.

2) Bei der Herstellung wird Blei von höherer Reinheit verwendet - weniger Selbstentladung und längere Lagerzeit.

3) Durch die Versiegelung stellt sich das Problem der Verunreinigung nicht, die die Zellen schädigen können.

4) Dieser Akku-Typ fällt auch kompakter und oft auch leichter aus und kann lageunabhängig eingesetzt werden (liegend, hochkant, auf dem Kopf...).

5) Den Mehrkosten stehen eine längere Haltbarkeit und einfachere Handhabung gegenüber ( u.a. keine Kontrolle des Säurestandes oder ein Nachfüllen von Säure nötig ).


Aber wie das so ist - man kann auch mit einem Standard bzw. Billig-Akku klarkommen.


Gruß

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #2 am: 09. März 2006, 22:07 »
Hallo,

noch ein Nachschlag:

1) Da nicht zyklenfest, sollte ein Akkus nicht leergelutscht werden - dabei nimmt er Schaden.

2) Der Akku besteht aus sechs einzelnen, in Reihe geschalteten Bleizellen, die mit Schwefelsäure der Dichte 1,28 gefüllt werden.

3) Ein wartungsfreier Akku wird bei der Erstbefüllung mit Schwefelsäure der Dichte 1,32 gefüllt. Bei den versiegelten Akkus ( Bleigel/Reinblei-Trockenzelle) ist die Säure in einem Vlies gebunden oder gelförmig.

4) Voll geladen zeigt sie 12,72 Volt an ( 6 Zellen x 2,12 Volt pro Zelle/Potenzialdifferenz ).

5) Beim Lagern nimmt die Selbstentladung mit steigenden Temperaturen zu - also auf einen gleichmäßig kühlen Platz achten.

6) Eine völlig entladener Akku gefriert bei minus 15 Grad - voll geladen jedoch est bei minus 68 Grad.

7) Falls der Akku keinen Ladestrom mehr aufnimmt, sind die Zellen sulfatiert ( weißer Belag ) - bedingt duch langes Stehen.

8) Ein unbenutzter Akku sollte daher regelmäßig nachgeladen werden; somit wird der Sulfatierung vorgebeugt.

9) Weist die Batterie nach dem Laden nur 10,6 Volt auf, liegt ein Zellenkurzschluss vor ( 12,72 Volt - 2,12 Volt ).

10) Der Akku darf nicht einfach ent- und wieder geladen werden; dafür ist er nicht vorgesehen ( siehe unter 1. ).  Hier empfiehlt sich die Verwendung eines "intelligenten" Ladegerätes ( z.B. das Optimate III bzw. der Nachfolger oder gleichwertige Geräte ).

11) Ein fest verbauter Akku ist vor Vibrationen zu schützen ( mit Moosgummi o.ä. unterfangen und so dämpfen ).


Gruß

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Offline Stjopa

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #3 am: 10. März 2006, 09:31 »
Zitat
Hier empfiehlt sich die Verwendung eines "intelligenten" Ladegerätes ( z.B. das Optimate III bzw. der Nachfolger oder gleichwertige Geräte ).
Das liest man allerorten.

Ich frage mich nur: Ist denn die Lichtmaschine des Fahrzeugs ein intelligentes Ladegerät???

grüße
   Steffen
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Offline Cello1

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #4 am: 10. März 2006, 09:38 »
@Steffen: Die Frage ist ja nur: Lädt eine Lichtmaschine auch einen fast leeren Akku??? Wenn dies so wäre, dann müßte man ja nach dem Winter die Maschinen anlaufen oder fremstarten können - eine kleine Runde fahren und schon ist sie wieder voll geladen.

@TW: Ich ab die österreichische Batterie Bike Bull (509 15) von Banner drinnen (wartungsfrei - hat mich damals so um die 45 EUR gekostet)!
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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #5 am: 10. März 2006, 10:25 »
Ladegerät


Hallo,

das Wort "intelligentes" habe ich auch in Anführungszeichen gesetzt - es kann schließlich nicht mehr als ihm mitgegeben wurde.


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Cello1 - Ich habe gelesen, dass Du eine günstige Quelle  für die Banner-Akkus hast - ohne Vitamin B ist man verloren...!


Gruß

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Offline Stjopa

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #6 am: 10. März 2006, 11:01 »
Zitat
@Steffen: Die Frage ist ja nur: Lädt eine Lichtmaschine auch einen fast leeren Akku??? Wenn dies so wäre, dann müßte man ja nach dem Winter die Maschinen anlaufen oder fremstarten können - eine kleine Runde fahren und schon ist sie wieder voll geladen.
Klar geht das! Allerdings wird eine kleine Runde nicht ausreichen - Du hängst ja eine leere Batterie auch nicht nur eben mal ein paar Minuten ans Ladegerät.
Sofern die Batterie nicht tiefentladen und kaputt ist. Aber dann würde auch das Ladegrät nachträglich nicht mehr viel nutzen.

@TW: Was das Ladegerät nun alles kann und ob das Wort "intelligent" gerechtfertigt ist, darauf will ich gar nicht hinaus. Angenommen es kann einfach "alles". Dann frage ich mich halt, wieso es die Batterie 8 Monate lang mit der "dummen" Lichtmaschine aushält - bzw. bei Durchfahrern immer.

Grüße
   Steffen
Schiach is praktisch. (Laure)

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #7 am: 11. März 2006, 17:57 »
Hallo Steffen,

da ich es mit dem Motorrrad auf nur ca. 8.000 Kilometer im Jahr bringe, habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten mit wirklichen ( täglichen ) Vielfahrern.
Meinen Akku hänge ich halt mindestens einmal im Monat an das Ladegerät Optimate III - zur Kontrolle und eigenen Beruhigung!

Bei meinem Wagen handhabe ich dies mit einem anderen Batterieladegerät auch so, seitdem der Kurzstreckenanteil mit hohen Stromverbrauchern ( Licht, Klimaanlage, Gebläse, Kühlbox, Heckscheibenheizung...) überwiegt und die Drehstromlichtmaschine es nicht mehr schafft, die Batterie richtig aufzuladen.

Gruß

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Offline Cello1

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #8 am: 17. April 2006, 12:29 »
Jetzt mal eine blöde Frage zu unserer Lichtmaschine:
Lädt die wenn ich den Motor anmache auch im Stand oder muß ich fahren damit der Akku geladen wird??
Ich frage deshalb: Was ist wenn ich im Stau stehe wird die Batterie im Stand dann geladen oder muß ich Angst haben daß mir die Karre gleich ausgeht!

Grüße,
Thomas
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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #9 am: 17. April 2006, 16:46 »
Hallo Thomas,

vielleicht hilft Dir das weiter ( analog zum Motorrad ):

" Die Verbraucher im Auto nehmen sich ihren Strom zunächst aus dem Generator. Wenn das nicht ausreicht, etwa im Leerlauf bei schlechtem Wetter, wird die Batterie als Stromquelle entladen. Der Generator lädt die Batterie wieder auf, sobald er erneut über die nötigen Drehzahlen verfügt. Der Generator ist mittels Keilriemen mit dem Motor verbunden - ähnlich dem Fahrraddynamo. So wie der Radfahrer bei eingeschaltetem Dynamo stärker in die Pedale treten muss, verhält es sich mit dem Motor. Durch die "Mehrarbeit" braucht der Generator natürlich auch mehr Benzin."


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Wenn Du dich wirklich korrekt im Stau verhältst - also herumstehst oder Stop and Go mitmachst -  zumindest alle unnötigen Stromverbraucher ausschalten - im Hellen auch das Fahrlicht ( nicht korrekt ).

Bei meinen Stauerlebnissen ( bisher 2-mal auf der Autobahn ) habe ich mich vorsichtig - mit Licht - durchgeschlängelt und mich ständig fein artig bedankt; bis auf ein hässliches Erlebnis hat sich so immer eine kleine Gasse gebildet, die ich wirklich mit sehr geringer Geschwindigkeit und der gebotenen Vor- und Rücksicht genutzt habe.

Diese Vorgehensweise ist zwar auch nicht korrekt, aber wir stehen ja sonst ungeschützt in diesem Mief und bevor ich von der Maschine falle.....  - bei der nächsten Ausfahrt fahre ich dann auch herunter!




Gruß

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Offline claudschi

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #10 am: 17. April 2006, 18:45 »
also bei uns im Ösiland ist Vorbeischlängeln schon erlaubt.  :D  [24]
Nicht alles was 2 Backen hat ist ein Gesicht!

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #11 am: 18. April 2006, 13:05 »
Hallo claudschi,

jetzt - wo Du es sagst - fällt mir auch ein, dass dies bereits in einem der beiden Foren erwähnt wurde.

Da werde ich doch gleich mal eben neidisch - billiger tanken ( gestern wurde an der Jet-Tankstelle in Erkelenz für den Liter Super bleifrei 1,379 Euro verlangt - ich habe den Wagen wieder nach Hause geschoben......), legal vorbeischlängeln dürfen, eigene Fahrspuren für Motorräder ( wie sehen da die zwischenzeitlichen Erfahrungen aus? ) .......... - mir reicht es für heute!

Ich wünsche Dir noch einen charmanten Tag!


Gruß

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Offline Stjopa

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Akkumulatorentest ( Batterietest )
« Antwort #12 am: 18. April 2006, 13:15 »
Genau, Thomas!

Und am besten "best of two worlds": Das Motorrad dabei in Deutschland anmelden und versichern.  :D

Grüße
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Offline Cello1

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« Antwort #13 am: 18. April 2006, 13:37 »
Zitat
Und am besten "best of two worlds": Das Motorrad dabei in Deutschland anmelden und versichern.  :D

Grüße
   Steffen

Jo, und vor allem auch dort KAUFEN!! Derweilen habt ihr ja noch um 4% weniger MWSt.!  [20]
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