Autor Thema: Glück im Unglück  (Gelesen 7419 mal)

Offline claudschi

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Glück im Unglück
« am: 24. Juli 2014, 18:27 »
Tja jetzt hat es mich erwischt. Mal wieder. Motorrad befürchte ich ist im Eimer. Hab es nicht mehr begutachtet.
Was ist passiert?: war im Salzatal unterwegs von Palfau nach Maria Zell. Es war SUPER! Hab eine Gruppe ungarischer Ducatisti überholen lassen und mich dann kurz an die rangehängt. Nachdem ich aber auch was von der Gegend sehen wollte,hab ich mir gedacht, nöööööööö. Lass die Heizer mal fahren und fahr dein Wohlfühltempo. Gesagt, getan.
5 Kurven später kommt eine Linkskurve, die plötzlich zumacht. Ich also das Motorrad ein bisschen mehr reingelegt. Fußraste kratzt am Boden. Plötzlich stellt sich das Motorrad wieder etwas auf, ich seh nur den Straßenrand auf mich zukommen und schon mach ich einen Abflug ins Gelände. Zwischen zwei Bäumen durch und relativ steil runter. Ich hab noch geistesgegenwärtig das Moped von mir weggedrückt.
Nach dem Sturz steh ich auf, Helm runter, Motorrad ausgemacht, Zündschlüssel abgezogen und samt Tankrucksack den Abhang hinauf auf die Straße. Dann die Polizei angerufen und einen Autofahrer angehalten. Mit der Rettung dann ins KH Scheibbs (wollte ich eh schon mal sehen). ich hab mir bei der Aktion das Brustbein gebrochen und das Knie ordentlich geprellt. Nochmal Glück gehabt, das hätte seehr böse enden können.
Was genau an der Maschine kaputt ist, weiß ich nicht, die steht erstmal beim ÖAMTC in Maria Zell. Werde morgen mal telefonieren zwecks Überstellung zum Händler. Heuer steig ich jedenfalls nicht mehr auf. nächstes Jahr? Ich sag euch ehrlich,  ich weiß es nicht.
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Offline gudrun

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #1 am: 24. Juli 2014, 19:07 »
 :o :o :o Was machst du denn für Sachen?! :X (wieso "mal wieder"?)
Ohweh.. Brustbein gebrochen ist zwar schon ziemlich sch.. aber stimmt, hätte noch schlimmer enden können. Daran aber lieber nicht denken!
Hey, immerhin zwischen den Bäumen durch. Das war auf jeden Fall der bessere Weg.

Zum Glück heilen Knochen wieder. Jetzt erst mal in Ruhe wieder gesund werden, ob und wann du dann wieder aufsteigst siehst eh, wenn mal das Gröbste verdaut ist. Wichtiger ist, dass du soweit ok bist!

Gute Besserung und Kopf hoch! Wird schon wieder sonnig werden! ;)
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Offline RAMA

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #2 am: 25. Juli 2014, 08:37 »
sach mal: spinnst Du??  :o :o :o
Nicht einen Augenblick alleine lassen kann man die Kinder, schon machen sie Blödsinn...  (angry)

Gottlob ist Dir nichts schlimmeres passiert - hast ein paar kräftige Schutzengel verschlissen (whew)

Nu erhol Dich mal, alles andere ergibt sich. Gute Besserung.

Bernadette
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Offline Cello1

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #3 am: 25. Juli 2014, 08:54 »
Wir ham eh gestern scho telefoniert.
Blöd gelaufen.
Aber Kopf hoch...dir ist Gsd nix bzw. ned viel passiert. Die Blessuren heilen wieder...die Angst fährt noch länger mit.
Aber mal sehen wie es nächstes Jahr aussieht. So einfach gibt man ein Hobby ned auf.  :D
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Offline gudrun

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #4 am: 25. Juli 2014, 09:38 »
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So einfach gibt man ein Hobby ned auf.  :D

Jo, außerdem tät ma dich sehr vermissen :)
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Offline druxx

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #5 am: 25. Juli 2014, 10:06 »
@claudschi

FUuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu fixteiflnochamoi do hot aber wer anständiges Glick ghobt herst :o
Baldige Besserung, und loss gscheid ausheilen, de Session is eh scho vorbei ;)

@chello
wie is bei eich jetzt? darfst noch fahrn oder gibts bald a gisntige VFR am Markt ;)
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Offline skyliner2

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #6 am: 25. Juli 2014, 10:13 »
Hey Claudschi! :( Das hört sich richtig übel an. Tut mir leid! Jetzt wünsch ich Dir zu allererst mal gute Besserung - das is das Wichtigste. Und dann drück ich Dir den anderen Daumen, dass dein Tiger wieder auf die Beine kommt. Der packt des, is ja noch jung! Was danach kommt, wirst Du sehen. Aber ich hab selten jemanden erlebt, der sich so fürs Fahren begeistert wie Du und so viel Spaß dran hat. Und wennst den ersten Schock überwunden hast, dann glaub ich, du siehst das als lehrreiche Lektion - nicht mehr und nicht weniger. Ras halt net so, wennst keinen Schrittmacher dabei hast! ;)

Ganz liebe Grüße
Chris
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Offline claudschi

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #7 am: 25. Juli 2014, 11:40 »
Danke erstmal für die Aufmunterungen. Leider ist beim Knie doch mehr passiert. Knöchern ist alles heil (heute CT gemacht), aber es sieht so aus als ob ich das hintere Kreuzband zerrissen hab. Am Montag hab ich bereits MR-Termin. Es geht doch nix über Vitamin B (chuckle)

Was meine Achutzengel betrifft. Die hab ich verbraucht.

Der erste Schock ist soweit verdaut. Hab mich gestern Abend noch richtig ausgeheult. Je mehr ich darüber nachdenke umso mehr glaube ich, dass ich mich über die Fußraste wieder hochgedrückt hab. Wenn ich den linken Fuß etwas angezogen hätte, wäre wahrscheinlich nix passiert. Aber hätte ich, wäre ich .... Hilft ned. Es ist nunmal passiert und Ich bin saufroh, dass i nu leb und nu alles spür.
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Re: Glück im Unglück
« Antwort #8 am: 25. Juli 2014, 16:46 »
Hallo claudschi,

wirf das Navi weg, dass Dich zwischen 2 Bäume gelotst hat...!

Für Deine erste Reaktion "Schluss ist" habe ich Verständnis und dies könnte sogar für 2014 zutreffen (bis man(frau) wieder fit ist vergeht ja auch Zeit und je nach dem was die Reparatur Deiner Tiger verschlingt, muss man sich auch hierfür zeitlich strecken).

Warte es einfach ab, geh den Unfallhergang durch, schau Dir bei Gelegenheit den Unfallort an, verarbeite und - gewinne Abstand bzw. wieder Lust am "Fahren".

Alles Liebe

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Offline claudschi

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #9 am: 25. Juli 2014, 16:58 »
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wirf das Navi weg, dass Dich zwischen 2 Bäume gelotst hat...!

 :D (rofl)
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Offline skyliner2

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #10 am: 26. Juli 2014, 00:01 »
Genau - denn wenn Dein Schutzengerl gewollt hätte, dass Du nimmer aufsteigst, hätts Dich den Baum treffen lassen. Hats aber nicht. Das war ein Zeichen! ;)

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Offline Cello1

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #11 am: 26. Juli 2014, 07:25 »
Seh ich auch so.
Mal abwarten wie die Tiger das überstanden hat.
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Offline ramirez

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #12 am: 26. Juli 2014, 11:35 »
herrschaftssakramentnoamoi was isn da los? de mädels kugeln da durch die gegend wie auf der kegelbahn?

1. bin froh, dass ihr beide no lebts und no alles dran is.

2. schön langsam mach i mir sorgen wie des weitergeht hier

3. irgendwie kommt mir vor, dass wir uns da wohl ein wenig zu sehr gegenseitig aufschaukeln auf der gg, weil...

nachdem man einige routine gesammelt hat, kommt die trügerische sicherheit. man erlebt seine eigenen fortschritte und vergleicht sie mit anderen...mit der erwartung man werde irgendwann zum kopf der meute aufschliessen.
das ist die phase, die ich kommen gesehn habe. warum? na weil i schlau bin.  ;)

die geschichte mit "häng dich bei mir ran und du lernst was" ist zwar gut gemeint, aaaaaaber die hat auch irgendwann ein physisches ende. mit ausreichend selbsteinschätzung muss man doch erkennen, dass fahrerische leistung doch etwas ganz individuelles ist.

man kann zwar technisch was dazulernen, aber man trägt in sich selbst auch ein physisches limit.
i bin nach meiner langen motorradpause beim wiedereinstieg draufgekommen, dass zuvor alles viel spielerischer gegangen ist. die körperbeherrschung, die reflexe, die schnelle einschätzung von situationen u.s.w. das war alles nicht mehr so unbekümmert.

und dann kommt noch dazu, dass ich draufgekommen bin, dass ich halt net so gut fahr wie andere - punktum. man kann zwar wieder an gewissen dingen üben aber wenn man ehrlich zu sich ist, fährt man dann im alltag an seiner leistungsgrenze und manchmal bereits drüber.

fazit - i bin halt einfach vom gas runter.

die meisten unfälle werden dann eigentlich nur ausgelöst durch eine konzentrationsschwäche. denn - sind wir uns ehrlich - zum radeln gehört, nicht wie beim autofahren - zu jeder zeit eine große portion konzentration. und das meist über den ganzen tag.
auf einer tour kann der tag aber lange dauern und man muss sich seine kräfte einteilen.

natürlich gibt es immer wieder tolle streckenabschnitte, die man relativ flott absolvieren möchte, damits so richtig schön zieht, aber man sollte sich darüber bewußt sein, dass man nach einer mehrstündigen tour besser nicht mit ein paar kurzstreckensprinter mithalten wollen sollte. die sind halbwegs ausgeruht und kennen meist die strecke wie ihre westentasche.

das wichtigste ist halt die konzentration aufrecht zu erhalten und das gelingt halt bei flottem dauertempo nicht ewig.
die beiden unfälle sind halt klassische beispiele dafür. drum möcht ich meinen kommentar einmal dafür nutzen, einen appell der vernunft an alle zu richten, sich die mentalen kräfte einzuteilen, weil ich keine lust hab auf eine beerdigung zu fahren leute, zumal mir hier alle sehr ans herz gewachsen sind!!!

gute besserung euer besorgter onkel  :I

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Offline gudrun

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #13 am: 26. Juli 2014, 21:21 »
Amen. ;)

Des stimmt eh mit der Konzentration. Ich für meinen Teil weiß, dass ich an dem Tag nimma ganz fit war (und mMn eigentlich schon ganz kommod gefahren bin) - manchmal hilfts halt einfach nix gegen die Physik wie klar man im Köpfchen ist oder eben nicht.

Das mit dem mithalten wollen stimmt a irgendwie, man lässt sich leider immer wieder dazu verleiten wenn man denkt, man hat die Maschin eh schon relativ gut im Griff. Und ehrlich, nach meinen 30.000 Einspurkilometern hab ichs noch immer nicht 100% im Blut. Des weiß i, vergiß i nur manchmal.

Wir machen leider alle irgendwann einen Blödsinn, fahren deppert oder überschätzen uns... aber sind wir froh, dass es uns allen soweit gut geht, das ist doch das Wichtigste. Man muss nur wieder aufstehen bzw. aufsteigen und weitermachen. Mit so einer Watschn reißt man sich dann wieder zusammen. Aber ich darf eh überhaupt nix sagen, im Gegensatz zur Claudschi ist mir schließlich gar nichts passiert. Das bissl verbogene Moped ärgert einen bloß eine Weile, Angst fährt allerdings zum Glück keine mit.
Nicht besorgt sein, Onkel Otto! So schnell lass ma dich net in Ruh. Und alle andern auch nicht. :)

Und der Claudschi weiterhin alles Gute, sowohl für die Bandln und Knochen also auch fürn eigenen Frieden!
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Offline ramirez

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Re: Glück im Unglück
« Antwort #14 am: 26. Juli 2014, 23:42 »
jo i weiss eh - i will da ja net auf schulmeister machen, i mach ma halt nur a bisserl sorgen.
mir is nur die reaktion in erinnerung, wie der dieter vorgeschlagen hat die tour auf zwei gruppen aufzuteilen. ich hatte den eindruck, dass die meisten es als fast schon herabstufung aufgefasst haben, dass sie nicht zur schnellen gruppe gehören sollen.
sowas stimmt mi eben bedenklich, obwohl der vorschlag ja eigentlich vernünftig war im anbetracht der ereignisse.

wenn sowas passiert, sollte das auch immer ein anlass für alle anderen sein gewisse dinge zu überdenken.

ich soll beide mädels ganz fest vom zwergerl drücken...naja - die claudschi würd das im moment eh nur verbal aushalten denk ich.  ;) (chuckle)
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