hi folks!
bin gerade über ein video gestolpert, das die schöne strecke am westufer des gardasees zeigt, von der ich so geschwärmt habe: tremosine!
das soll euch ein wenig die winterdepression nehmen - am schluss wirds dann ganz schön. die musik kann man ja leiser drehen... :mrgreen:
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sollte es jemanden bis zum gardasee locken kann ich nur empfehlen die bergstrasse bei pieve, voltino und tremosine zu versuchen. ich glaube via benaco hat sie geheissen. von der sind die aufnahmen mit der ummauerten kehre, das bild von oben mit den motorrädern und mit der engen durchfahrt, die wie ein höhlenausgang aussieht.

auf dieser strecke, die übrigens eher 1 1/2 spurig ist und zeitweise nur max. ein auto und ein bike von der breite her zulassen hat man atemberaubende ausblicke über den gardasee über die steilküste und traumhaft enge kehren in steilen taleinschnitten. die einheimischen machen es sich dort zur gewohnheit vor den unübersichtlichen kehren zu hupen, damit der entgegenkommende bescheid weiss. :wink:
zu empfehlen ist auch die route ins gebirge westlich vom gardasee mit den kleinen seen wie dem idrosee. wunderschön soll auch der passo cruce di domini sein, welcher ein begehrtes ausflugsziel der einheimischen biker ist. der war aber leider noch in wintersperre.
ein absolutes highlight ist auch der iseosee mit seiner 600 meter hohen insel, die die höchste in einem europäischen binnengewässer darstellt. da gibt es an der küste streckenabschnitte, an denen man unter felsvorsprüngen direkt neben dem wasser an einem schlangenlinienkurs entlangfährt - einfach atemberaubend (vorausgesetzt man hatte 2-3 tage zeit, sich an den fahrstil der einheimischen zu gewöhnen). :wink:
im umgang mit den italienern muss man immer einen kühlen kopf bewahren. auffahren bis auf einen halben meter selbst bei motorrädern ist da an der tagesordnung. im werksverkehr in rovereto hat auch eine alte signora mit ihrer stosstange meinen seitenkoffer abgetastet, nur weil ich der meinung war, dass der zebrastreifen in italien die gleiche bedeutung hat, wie bei uns. es is aber nix passiert, also hat man nach itlienischer sitte kein großes aufsehen gemacht - war ja nur eine zärtliche berührung. :lach:
überhaupt hatte ich den eindruck, dass die geschichten von den heimtückischen anschlägen der carabinieri auf ungestüme verkehrsteilnehmer anscheinend doch nur für touristen gelten muss, denn unter einhaltung der geschwindigkeitsbegrenzungen war ich stets ein verkehrshindernis. :?
woran ich mich auch gewöhnen musste, waren die automatentankstellen. es kommt sehr häufig vor, dass ab samstag nachmittag die spritbars geschlossen haben. da ist es ratsam immer etwas kleinere scheine dabei zu haben, denn bezahlen tut man im voraus und was in den tank nicht reingeht, das kann man dann anhand der ausgedruckten rechnung bei öffnung zurückholen - ist aber sehr wenig interessant, wenn man auf der durchreise ist.
deswegen immer vor samstag mittag der dicken eine füllung spendieren.
und vorsicht! gasolina heisst nicht normalbenzin! das ist diesel! :wink:
immer schön senza pb (also bleifrei nehmen) - diese erfahrung hat mein kumpel machen müssen. denn wenn die tankstelle geschlossen hat, kann so eine tankfüllung mit diesel, auch wenn man den irrtum bemerkt hat, bevor man den zündschlüssel umgedreht hat, zu einem ausgewachsenen problem werden. :wink: